Stoned – Who killed Brian Jones?

Wir schreiben das Jahr 1962. Es ist die Zeit der Musik und vor allem die Zeit des Rock’n’Rolls.

In jenen Jahren gab es vornehmlich eine Band, die die Schlagzeilen auf sich ziehen sollte. Die Rolling Stones eroberten die Welt. Das Bandmitglied der ersten Stunde Brian Jones war ebenfalls ein Teil dieser Geschichte. Doch sein Leben sollt eine ungeahnte Wendung nehmen. 1969 entließ man den von Drogen und Alkoholexzessen zerfressenen Musiker aus der Rockband. Einige Zeit später fand die Polizei ihn wieder. Er lag tot auf dem Grund seines eigenen Swimmingpools. Der Beginn einer außerordentlichen Gerüchtevielfalt nahem seinen Lauf. Der offizielle Befund der gerichtsmedizinischen Untersuchungen ergab zu jener Zeit den Tod durch Ertrinken. Das wollte jedoch niemand wahrhaben. Bis heute ist die Todesursache des Brian Jones mehr als umstritten. Es rankten sich wilde Theorien darum, wie der Musiker wirklich gestorben war. Zahlreiche Autoren, wie Terry Rawlings und Anna Wholins beschäftigten sich mit der Geschichte des Brian Jones.

Nicht zuletzt trugen die Medien, damals zur Legende des Brian Jones gehörig bei. Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand finden sollte, der diese Geschichte einmal filmisch umsetzen würde. Die Drehbuchautoren Neal Purvis und Robert Wade fanden sich schließlich und erzählen nun im Film „Stoned“ die Geschichte des letzten Lebensabschnittes des Brian Jones. Stephen Woolley übernahm die Regie.

Der von Drogen gestrauchelte Mitbegründer der Rolling Stones, Brian Jones (gespielt von Leo Gregory) lebt ein Leben, welches sich vornehmlich abgeschottet von seiner Umwelt abspielt. Der ehemalige Gitarrist verbringt seinen Tag mit Drogen und sexuellen Eskapaden. Zusammen mit seiner Gespielin Anna Wohlin (gespielt von Tuva Novotny) verbringt er die psychedelischen Tage und Nächte in seinem Landhaus. Sein ehemaliger Manager Tom Keylock (gespielt von David Morrisey) sieht diesen Lebenswandel gar nicht gerne und schickt einen Aufpasser in Form von Paddy Considine. Dieser soll eigentlich das Haus in Schuss halten und etwas auf den verwirrten Herrn Jones achten, jedoch verfällt er zunehmend dem andersartigen Lebensstil und den Exzessen, welche im Haus vorgehen. Ein Fotobuch des Rock`n`Roll.

Dieses Werk des Stephen Woolley hat zwar einen hervorragenden Ansatz, wurde jedoch leider etwas zu schlampig umgesetzt. Die Rückblenden des Films sind auf die Dauer nervig und machen häufig einen unpassenden Eindruck. Die Visualisierung der 60er Jahre hätte ebenso anders gestaltet werden können. Das ganze vermittelt eher Serienstimmung, als die eines packenden Kinostreifens über einen Teil der Geschichte des Rock’n’Rolls.